„Klangbilder“ – ein Konzert für alle Sinne

Am 13. Dezember 2025 lud unsere Stadtkapelle zum stimmungsvollen Konzert in der Martinskirche ein.

In farbige Lichter getaucht, die den Blick auf Details und die schlichte Schönheit der Orgel lenkten, empfing die Langenauer Martinskirche ihr Publikum zum Konzert der Stadtkapelle am Samstag, den 13. Dezember 2025. Sofort entfaltete sich eine besondere Stimmung, die durch die herzliche Begrüßung von Herrn Pfarrer Sedlak noch verstärkt wurde. Traditionell beschließt das Kirchenkonzert das musikalische Jahr des Musikvereins, welches 2025 aufgrund des hundertjährigen Jubiläums natürlich ein außerordentliches war. Das Orchester nahm die Zuhörenden daher mit auf einen Rückblick durch die vergangenen Monate. Die Klänge des abwechslungsreichen Programms verbanden sich mit den in Erinnerung gerufenen Bildern der Jubiläumsveranstaltungen.

Festlich eröffnete ein Blechensemble den Konzertabend mit der Fanfare aus dem Ballett „La Péri“ und überraschte die zahlreich erschienen Gäste mit seinen Tönen von der Empore. Dass an diesem Abend der Klang noch öfter durch die gesamte Kirche vibrieren sollte, stellte das Publikum bald fest. Eines der Highlights im Konzertprogramm war sicherlich das zu einem Computerspiel geschriebene Stück „Riften Wed“. Die warmen Melodien des Englischhorns hoben sich zunächst vom Orchester ab, bevor sich nicht nur die Blasinstrumente immer mehr in ihrem Klang mischten, sondern auch die Orgel, besetzt durch Kantor Hans-Martin Braunwarth, einstimmte. Das fulminante Zusammenspiel machte die mystische und widersprüchliche Welt Riftens lebendig. Mittelalterliche Tänze aus Philipp Sparkes „A Medieval Christmas“ kontrastierten mit Musik zu zukunftsweisenden Themen wie in „Winds of Change“.

Eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen, ist auch eine wesentliche Aufgabe des Vereins. Dass dies in Langenau besonders gut gelingt und sich im weitreichenden Engagement vieler Personen des Musikvereins zeigt, würdigte an diesem Abend Landrat Heiner Scheffold. Er verlieh die PRO MUSICA-Plakette des Bundespräsidenten, die nicht allein das hundertjährige Bestehen von Musikvereinigungen, sondern auch die besonderen Verdienste des „instrumentalen Musizierens“ hervorhebt. Angesichts der lobenden Worte Scheffolds, die den Musikverein Langenau als kulturelle Bereicherung der Stadt beschrieben, nahm die Vorsitzende Kathrin Schuster die Ehrung dankbar und stolz entgegen.

Kaum besser konnte das vorausgehende Werk „Mosaichoralmente“ von Thiemo Kraas passen. Der Vergleich des Mosaiks lässt sich leicht auf die oft kleinteilige Vereinsarbeit aber auch auf die vielen einzelnen Musizierenden, die im Orchester dann ein Gesamtbild ergeben, übertragen. Auch wenn die Musik dieses Konzertabends mit der Zeit immer leiser nachhallt, so schufen die Stadtkapelle und ihr Dirigent Stefan Tarkövi sicherlich viele Klangbilder, die in Erinnerung bleiben.